Miami: Misshandlungsvorwürfe gegen Migranten in Haftzentren

Ein Bericht enthüllt schwerwiegende Vorwürfe bezüglich der Behandlung von Migranten in Haftzentren in Miami. Häftlinge wurden angeblich gezwungen, wie Tiere zu knien, um zu essen, neben anderen entwürdigenden Praktiken.
Laut dem Bericht, der von Human Rights Watch, Americans for Immigrant Justice und Sanctuary of the South veröffentlicht wurde, wurden Migranten im bundesstaatlichen Haftzentrum in der Innenstadt von Miami gefesselt und gezwungen, zu knien, um von Styroportellern zu essen. Ein Häftling sagte: „Wir mussten wie Hunde essen.“
Im Krome North Processing Center wurden weibliche Häftlinge angeblich gezwungen, Toiletten vor Männern zu benutzen, und ihnen wurde der Zugang zu angemessener Pflege und ausreichend Nahrung verweigert. Es gab auch Berichte über Überbelegung und Häftlinge, die über 24 Stunden in Bussen festgehalten wurden.
Im Broward Transitional Center berichteten Häftlinge über unzureichende medizinische und psychologische Versorgung. Organisationen behaupten, dass die Misshandlungen seit Trumps Amtsantritt zugenommen haben, da der Druck zur Erhöhung der Inhaftierungen und Abschiebungen gestiegen ist.
Die Zahl der Migranten in Haft lag Mitte Juni landesweit bei durchschnittlich 56.400 pro Tag, wobei 72 % keine Vorstrafen hatten.