Chinesische Hacker: 1-Milliarde-Dollar-SMS-Betrug in den USA

US-Beamte warnen vor einer organisierten Welle von SMS-Betrug, bei dem Opfer dazu verleitet werden, Kartendaten preiszugeben. Laut dem US-Heimatschutzministerium haben chinesische Netzwerke, die für die Betrügereien verantwortlich sind, in den letzten drei Jahren über 1 Milliarde Dollar verdient.
Die Betrüger versenden Massennachrichten, in denen sie vor verspäteter Zahlung von Mautgebühren, Schulden bei der Post oder Bußgeldern wegen Verkehrsverstößen warnen. Die SMS-Nachrichten leiten die Opfer auf gefälschte Websites weiter, auf denen sie nach ihrem Namen, ihren Bankkartendaten und einem einmaligen Code gefragt werden.
Kriminelle verwenden Software, um Phishing-Websites zu erstellen, und können in Echtzeit sehen, was jedes Opfer eintippt. Anschließend fordern sie einen einmaligen Code an, um die gestohlene Karte auf einem Mobiltelefon in Asien zu installieren.
Gangs überfluten Bürger mit Nachrichten über sogenannte SIM-Farmen. Mindestens 38 solcher „Farmen“ sind auf US-amerikanischem Boden in Betrieb.
Betrüger rekrutieren über Telegram Partner in den USA, die mit den gestohlenen Karten Einkäufe tätigen. Die Produkte werden nach China verschickt, wo sie weiterverkauft werden.