ICE-Agenten schleifen 56-Jährigen halbnackt in Minnesota in den Schnee

Ein 56-jähriger eingebürgerter US-amerikanischer Staatsbürger, Tsongli Tao, behauptet, dass ICE-Agenten ihn halbnackt aus seinem Haus in Minnesota in den Schnee geschleift haben. Der Vorfall ereignete sich während einer Untersuchung gegen zwei verurteilte Sexualstraftäter.
Tao, ein Mitglied der Hmong-Gemeinschaft und in Laos geboren, gab an, dass Agenten seine Tür mit gezogenen Waffen aufbrachen und ihn nur mit Shorts und Hausschuhen bekleidet nach draußen schleiften. Er behauptete, er durfte sich nicht weiter anziehen.
Das Ministerium für Innere Sicherheit erklärte, dass Agenten das Vorhandensein von zwei verurteilten Sexualstraftätern an Taos Adresse untersuchten. Ein Sprecher des Ministeriums sagte, Tao entspreche der Beschreibung der Ziele und die Festnahme aller Anwesenden sei Standardvorgehen.
Tao wurde später am selben Tag ohne Erklärung oder Entschuldigung freigelassen. Seine Familie beschrieb den Vorfall als "unnötig, demütigend und zutiefst traumatisierend".
Ein Bundesrichter in Minnesota erließ eine einstweilige Verfügung, die bestimmte aggressive Taktiken der Trump-Regierung blockiert, da sie die Bürger davon abhalten könnten, an Protesten teilzunehmen.
Tao befürchtete, nach Laos abgeschoben zu werden, einem Land, in dem er keine Verwandten mehr hat.