Warum bleiben Amerikaner zunehmend zu Hause und was kostet das?

Eine neue Studie zeigt, dass Amerikaner immer mehr Zeit zu Hause verbringen, ein Trend, der Bedenken hinsichtlich Gesundheit und sozialem Zusammenhalt aufwirft. Laut Diana Lind, einer Forscherin am Center for Economy and Society der Johns Hopkins University, verbringen Amerikaner im Vergleich zu 2003 durchschnittlich 99 Minuten mehr pro Tag zu Hause.
Lind weist darauf hin, dass dieser soziale Rückzug im Vergleich zur Nutzung sozialer Medien weniger Aufmerksamkeit erhalten hat. Sie betont, dass die Zeit zu Hause oft einsam ist und mit sozialer Isolation und Bewegungsmangel verbunden ist.
Eine vorgeschlagene Lösung ist die Schaffung begehbarer Stadtteile mit Räumen für soziale Interaktion. Leider sind solche Stadtteile in den USA selten und oft teuer. Darüber hinaus ersetzt die Zunahme digitaler Unternehmen physische Kontakte, wodurch die Anreize, das Haus zu verlassen, verringert werden.
Lind schlägt vor, die soziale Infrastruktur zu stärken, den Privatsektor bei der Wiederbelebung des sozialen Lebens zu unterstützen und mehr Häuser in Stadtteilen mit sozialer Dynamik zu bauen.
Schließlich betont sie, dass das Ausgehen als Gesundheitsmaßnahme und nicht als Luxus betrachtet werden sollte.