Irans Atomprogramm als Element der nationalen Identität

Laut einer Analyse von CNN Greece ist Irans Atomprogramm mit dem Streben des Landes nach Unabhängigkeit und Souveränität verbunden, trotz Bedenken hinsichtlich des potenziellen Baus von Atomwaffen.
Die Geschichte der Ausbeutung Irans durch Kolonialmächte erklärt laut dem Bericht Irans Beharren darauf, das Recht auf Urananreicherung zu wahren. Dieses Problem war ein Streitpunkt in den Gesprächen zwischen Iran und dem Westen, die im JCPOA-Abkommen von 2015 gipfelten, aus dem die USA sich 2018 zurückzogen.
US-Vizepräsident J.D. Vance stellte die Notwendigkeit Irans in Frage, Uran auf hohe Niveaus anzureichern, was einen möglichen Verstoß gegen die Nichtverbreitungsverpflichtungen impliziert. Iran argumentiert, dass die Urananreicherung eine Reaktion auf den Rückzug der USA aus dem JCPOA und die Verhängung von Sanktionen ist.
Es wird auch erwähnt, dass Iran die USA als unzuverlässig betrachtet und dass der Westen Israel unterstützt, ein Land, das nicht Mitglied des Vertrags über die Nichtverbreitung von Kernwaffen ist und über ein nicht deklariertes Atomwaffenarsenal verfügt. Vali Nasr verbindet in seinem Buch 'Die große Strategie Irans' das Streben nach Unabhängigkeit mit der Geschichte der kolonialen Ausbeutung Irans.
Das Atomprogramm, das ursprünglich mit US-Unterstützung im Rahmen des Programms 'Atome für den Frieden' gestartet wurde, wurde nach der Islamischen Revolution zu einem Symbol des patriotischen Stolzes. Trotz Verhandlungen und Abkommen bleibt das Thema umstritten, wobei Iran auf seinem Recht beharrt, Uran für friedliche Zwecke anzureichern.