Wie das Programm „Atoms for Peace“ die Grundlage für die nuklearen Ambitionen des Iran legte

Der amerikanische Militärschlag gegen das iranische Atomprogramm konfrontierte Donald Trump mit einer Krise, die die Vereinigten Staaten vor Jahrzehnten unbeabsichtigt in Gang gesetzt hatten, indem sie Teheran die Saat der Nukleartechnologie lieferten.
In den nördlichen Vororten von Teheran befindet sich ein kleiner Atomreaktor, der für friedliche wissenschaftliche Zwecke genutzt wird. Die eigentliche Bedeutung des Teheraner Forschungsreaktors ist symbolisch: Er wurde in den 1960er Jahren von den Vereinigten Staaten im Rahmen des Programms „Atoms for Peace“ von Präsident Dwight Eisenhower in den Iran geschickt.
Das Programm zielte darauf ab, Nukleartechnologie mit Verbündeten zu teilen, die bereit waren, ihre Wirtschaft zu modernisieren und sich in einer Welt, die damals durch den Kalten Krieg geteilt war, enger an Washington anzulehnen. Heute trägt der Reaktor nicht zur Urananreicherung des Iran bei, da er mit Kernbrennstoff betrieben wird, der zu schwach ist, um eine Bombe anzutreiben.
Der ehemalige Rüstungskontrolleur Robert Einhorn erklärte, die USA hätten dem Iran die Startausrüstung gegeben, und fügte hinzu, dass sie sich damals nicht besonders um die Weiterverbreitung von Atomwaffen gesorgt hätten. „Atoms for Peace“ entstand aus einer Rede von Eisenhower vor den Vereinten Nationen im Dezember 1953.
Der Iran, der 1967 einen amerikanischen Forschungsreaktor erhielt, unterschied sich stark von dem heute regierten Land. An der Spitze des Landes stand damals ein Monarch, Mohammad Reza Pahlavi. Anlässlich von „Atoms for Peace“ stellte Pahlavi Milliarden von Dollar für den Haushalt eines iranischen Atomprogramms bereit.
1979 stürzte die Islamische Revolution Pahlavi. Später wandte sich der Iran an Pakistan, von dem er Zentrifugen zur Urananreicherung erwarb. Laut Gary Samore ist das iranische Anreicherungsprogramm nicht das Ergebnis amerikanischer Hilfe, sondern basiert auf pakistanischer Technologie.