Syrien: Tote bei Zusammenstößen zwischen Kurden und Regierungstruppen in Aleppo

Nach Angaben der offiziellen Nachrichtenagentur Sana wurden in Aleppo bei Zusammenstößen zwischen Kurden und syrischen Regierungstruppen zwei Zivilisten getötet. Die Agentur berichtete, dass die Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF), eine von Kurden dominierte Koalition, Stadtteile mit Mörsergranaten und Raketen beschossen hätten.
Das Verteidigungsministerium behauptete, die SDF hätten Regierungstruppen an Kontrollpunkten in den von kurdischen Einheiten kontrollierten Distrikten Sheikh Maqsoud und Ashrafiya angegriffen. Die SDF wiederum beschuldigten regierungsnahe Fraktionen des Angriffs und meldeten Verletzte unter ihren Sicherheitskräften und Zivilisten.
Bereits Anfang Oktober, vor einer Waffenruhe, war es zu blutigen Zusammenstößen gekommen. Die Distrikte Sheikh Maqsoud und Ashrafiya stehen trotz Vereinbarungen weiterhin unter kurdischer Kontrolle.
Die SDF erzielten im März eine Einigung mit Damaskus über die Integration in staatliche Institutionen, die Verhandlungen verzögern sich jedoch.