WHO: Krankenhäuser in Suweida nach Zusammenstößen überlastet

Das Hauptkrankenhaus in der Stadt Suweida im Süden Syriens steht aufgrund der jüngsten Zusammenstöße zwischen der lokalen drusischen Minderheit, Beduinen und Regierungstruppen unter enormem Druck. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ist das Krankenhaus überlastet und es mangelt an Strom, Wasser und medizinischer Versorgung.
Kristina Bethke, eine WHO-Beamtin, berichtete, dass die Gesundheitseinrichtungen in der Region unter enormem Druck stehen. Medizinische Mitarbeiter haben Schwierigkeiten, ihre Arbeitsplätze zu erreichen, und die Leichenhalle des Krankenhauses ist aufgrund der Zunahme der Todesfälle überfüllt.
Laut dem Syrischen Netzwerk für Menschenrechte wurden bei den Zusammenstößen mindestens 903 Menschen getötet. Der Leiter des Netzwerks, Fadel Abdul Ghani, betonte, dass die Zahl der Opfer noch nicht endgültig sei und dass seine Organisation Hinrichtungen durch verschiedene Parteien dokumentiert habe.
Die WHO hat über zwei Konvois Hilfe verteilt, aber der Zugang bleibt aufgrund der Spannungen zwischen den Gruppen, die das Gebiet kontrollieren, schwierig. Etwa 145.000 Menschen wurden vertrieben und haben in Deraa und Damaskus Zuflucht gefunden.
Quelle: ΑΠΕ-ΜΠΕ