Westjordanland: Israelische Siedler zerstören palästinensische Häuser in der Nähe von Jericho

Israelische Siedler haben 15 palästinensische Häuser in einem Dorf in der Nähe von Jericho im besetzten Westjordanland zerstört oder abgerissen. Nach Angaben von Bewohnern beschlagnahmten die Siedler persönliche Gegenstände und Vieh.
Der Vorfall ereignete sich in der Gemeinde Al-Duyuk al-Tahta, wo die Gewalt israelischer Siedler eskaliert ist. Ein Bewohner, Mustafa Kabna, berichtete, dass etwa 50 Siedler, viele von ihnen bewaffnet und maskiert, die Häuser zerstörten.
Ein anderer Bewohner, Bassam Kabna (23), gab an, dass die Siedler Frauen und Kinder schlugen und ihnen ihre persönlichen Gegenstände wegnahmen. Laut Abu Audi al-Rajabi, dem Besitzer eines der zerstörten Häuser, war keine Abrissverfügung ergangen.
Das Dorf liegt in der Zone C des Westjordanlandes, die von Israel verwaltet wird. Die Gewalt in der Region hat seit dem Hamas-Angriff im Oktober 2023 zugenommen.
Die UNO betrachtet die Ausweitung der israelischen Siedlungen und die anhaltende Gewalt als die größten Hindernisse für die Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts.