Teheran empört über EU-Sanktionen: "Öl ins Feuer gießen"

Der Iran hat heftig auf die Entscheidung der Europäischen Union reagiert, Sanktionen gegen fünfzehn iranische Beamte und sechs iranische Einrichtungen, darunter die Revolutionsgarden, zu verhängen.
Der iranische Außenminister Abbas Araghchi beschuldigte die EU, "nicht an einer Deeskalation der Krise im Nahen Osten zu arbeiten, sondern stattdessen Öl ins Feuer zu gießen". Er bezeichnete die Aussicht auf eine Wiederherstellung der Sanktionen und die Aufnahme der Revolutionsgarden in Terrororganisationen als "gefährliche Schritte" und warnte vor den Folgen eines allgemeinen Krieges.
Der Sprecher des iranischen Außenministeriums, Esmail Baghaei, wies europäische Verweise auf Menschenrechte als "vorwandhaft" zurück. Zu den Beamten, gegen die Sanktionen verhängt wurden, gehören Innenminister Eskandar Momeni und Generalstaatsanwalt Mohammad Movahhedi Azad.
Der deutsche Botschafter in Teheran, Axel Dittmann, wurde wegen Äußerungen des deutschen Bundeskanzlers Friedrich Merz, der erklärt hatte, das iranische Regime "kann nur durch rohe Gewalt an der Macht bleiben", in das iranische Außenministerium einbestellt.
Quelle: CNA