USA-Argentinien-Abkommen: Auswirkungen auf EU und Mercosur

Ein neues Abkommen zwischen den USA und Argentinien (ARTI) bedroht das Handelsabkommen zwischen der EU und Mercosur. Das ARTI-Abkommen, das am 5. Februar unterzeichnet wurde, gewährt amerikanischen Produkten eine Vorzugsbehandlung und definiert die Regeln für die Verwendung von Produktnamen neu, indem es 'gebräuchliche Begriffe' einführt.
Dies beeinträchtigt den Schutz europäischer Produkte mit geografischer Angabe (PDO, PGI), da es die Verwendung europäischer Namen (z. B. Asiago, Feta, Prosciutto) ohne Einschränkungen ermöglicht. Argentinien verpflichtet sich, den Zugang amerikanischer Produkte, die 'generische' Namen verwenden, nicht einzuschränken.
Das Abkommen enthält eine Vorrangklausel, die die Anwendung künftiger Handelsverpflichtungen ausschließt, die die Rechte der USA einschränken würden. Es sieht auch Zollsenkungen für verschiedene Produkte und den Zugang der USA zu Argentiniens strategischen Mineralien (Lithium, Kupfer) sowie den grenzüberschreitenden Datentransfer vor.
Das ARTI-Abkommen tritt innerhalb von 60 Tagen in Kraft, während das EU-Mercosur-Abkommen noch nicht vollständig ratifiziert wurde.