Ukraine: US-Druck auf Selenskyj für Friedensabkommen

US-Beamte haben Verbündete in der NATO darüber informiert, dass Washington beabsichtigt, Druck auf Wolodymyr Selenskyj auszuüben, um ein Friedensabkommen mit Russland zu akzeptieren. Laut The Guardian informierte US-Armeeminister Dan Driscoll die NATO-Botschafter in Kiew nach Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten und dem Weißen Haus.
Dan Driscoll betonte die Notwendigkeit einer baldmöglichsten Einigung. Europäische Diplomaten äußerten Zweifel am Inhalt des Abkommens und an der Art und Weise, wie die Gespräche mit Russland geführt wurden.
Die internationale Gemeinschaft beobachtet die Gespräche in Genf, an denen nationale Sicherheitsberater aus Frankreich, Großbritannien, Deutschland, EU-Beamte, die USA und die Ukraine teilnehmen. Russland wird nicht teilnehmen, aber die USA planen, sich bald mit Russen zu treffen. Italien wird den diplomatischen Berater Fabrizio Saggio entsenden.
Der deutsche Bundeskanzler Friedrich Merz erklärte, er habe Donald Trump deutlich gemacht, dass Europa in jeden Prozess zur Beendigung des Krieges einbezogen werden müsse.
Der französische Präsident Emmanuel Macron sagte, der US-Friedensplan sei eine gute Grundlage, müsse aber unter europäischer Beteiligung überprüft werden.
Der US-Vorschlag sieht vor, dass Kiew die Provinzen Donezk und Luhansk an Russland abtritt und Moskau der G8 wieder beitritt.
Wolodymyr Selenskyj erklärte, Frieden basiere auf garantierter Sicherheit und Gerechtigkeit. Wladimir Putin erwähnte, dass Moskau eine Kopie des Plans erhalten habe und glaube, dass er die Grundlage für eine friedliche Beilegung bilden könne.