UN äußert 'tiefe Besorgnis' über Amnestiegesetz in Peru

Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte hat 'tiefe Besorgnis' über die Verabschiedung eines Amnestiegesetzes in Peru geäußert. Das Gesetz entlastet Militär- und Paramilitärangehörige, die in den Konflikt mit maoistischen Rebellen (1980-2000) verwickelt waren.
Volker Türk, der Hochkommissar, erklärte, das Gesetz sei eine 'Beleidigung' für die Opfer und forderte seine sofortige Aufhebung. Die Präsidentin von Peru, Dina Boluarte, argumentiert, das Gesetz ehre das Militär und die Selbstverteidigungsgruppen.
Der Konflikt mit Leuchtender Pfad und der Revolutionären Bewegung Túpac Amaru kostete etwa 70.000 Menschen das Leben. Die UN betont, dass das Völkerrecht Amnestien für schwere Menschenrechtsverletzungen verbietet.
Das Gesetz könnte 156 rechtskräftige Urteile und über 600 laufende Gerichtsverfahren betreffen. Menschenrechtsverteidiger haben die Initiative als 'Straflosigkeitsgesetz' bezeichnet. In Peru wurden über 4.000 geheime Massengräber von Opfern registriert.