Libanon beschuldigt Israel des Glyphosat-Sprays

Der Libanon beschuldigt Israel, Glyphosat auf die libanesische Seite der Grenze gesprüht zu haben. Beirut kündigte an, sich an den UN-Sicherheitsrat wenden zu wollen.
Die libanesischen Ministerien für Landwirtschaft und Umwelt stellten nach der Entnahme von Proben fest, dass die Glyphosatkonzentrationen 20- bis 30-mal höher waren als der Durchschnitt, und äußerten ihre Besorgnis über Schäden an der landwirtschaftlichen Produktion und der Bodenfruchtbarkeit.
Der libanesische Präsident Joseph Aoun verurteilte die Aktion als "flagrante Verletzung der libanesischen Souveränität und ein Umwelt- und Gesundheitsverbrechen".
Die Interimstruppe der Vereinten Nationen im Libanon (UNIFIL) berichtete, dass die israelische Armee in der Nähe der Grenze "eine ungiftige chemische Substanz" versprüht habe, was Bedenken hinsichtlich der Auswirkungen auf landwirtschaftliche Flächen und die Rückkehr von Zivilisten aufkommen ließ.
Das libanesische Außenministerium beabsichtigt, die Angelegenheit im UN-Sicherheitsrat zur Sprache zu bringen.