Zypern antwortet Libyen in der UN bezüglich türkisch-libyscher Vereinbarung

Zypern hat auf Libyen und das illegale türkisch-libysche Memorandum von 2019 mit einer formellen Note an die UN geantwortet. In dem Schreiben betont Zypern, dass das Memorandum "nicht mit dem Völkerrecht übereinstimmt, insbesondere nicht mit den Regeln des Völkerrechts bezüglich des Abschlusses von Verträgen sowie mit dem Seerecht, wie es im Seerechtsübereinkommen der Vereinten Nationen (UNCLOS) wiedergegeben ist".
Nikosia unterstreicht, dass Libyen mit diesem Memorandum "absichtlich die Anwesenheit und die Seerechte der Küstenstaaten der Region, einschließlich griechischer Inseln wie Kreta und des Dodekanes, missachtet". Besonders erwähnt wird Artikel 121 der UNCLOS, der das Recht der Inseln auf Seezonen anerkennt.
Die Republik Zypern hält fest, dass "Libyen seine Bereitschaft erklärt hat, mit allen Nachbarstaaten Verhandlungen über die Abgrenzung der Seegrenzen in Übereinstimmung mit dem Völkerrecht aufzunehmen".
Die Ständige Vertretung der Republik Zypern beantragt, dass das Schreiben als Dokument der Generalversammlung und des Sicherheitsrates verteilt wird.