Istanbul: Gefangenenaustausch vereinbart, Moskau lehnt Treffen Selenskyj-Putin ab

In Istanbul fand das dritte Treffen zwischen den Delegationen Russlands und der Ukraine statt, das zu einer Einigung über einen neuen Gefangenenaustausch führte, aber keine Fortschritte in Richtung eines Friedensabkommens brachte.
Die ukrainische Seite, vertreten durch Rustem Umerow, schlug ein Treffen zwischen den Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und Wladimir Putin bis Ende August in Moskau vor, um den Krieg zu beenden. Der Vorschlag wurde von der russischen Delegation abgelehnt.
Der Leiter der russischen Delegation, Wladimir Medinski, erklärte, dass ein Gipfeltreffen nur zur Unterzeichnung eines Abkommens stattfinden könne, nicht aber für Verhandlungen. Er räumte ein, dass es in den Positionen beider Seiten eine unüberbrückbare Kluft gebe.
Der Sprecher des russischen Präsidenten, Dmitri Peskow, erklärte, dass keine Erwartungen an wesentliche Fortschritte bei den Gesprächen bestünden.
Zuvor hatten am 16. Mai und 2. Juni zwei Runden direkter Friedensgespräche zwischen Russland und der Ukraine stattgefunden, ebenfalls in Istanbul.