Italien: Meloni empört über Entschädigung für deutsche NGO Sea Watch

Die italienische Premierministerin Giorgia Meloni hat ihre starke Ablehnung einer Gerichtsentscheidung zum Ausdruck gebracht, die der deutschen NGO Sea Watch eine Entschädigung in Höhe von 76.000 Euro zuspricht.
Ein Gericht in Palermo entschied, dass die Beschlagnahmung eines Schiffes von Sea Watch, das im Juni 2019 42 Migranten und Flüchtlinge in Lampedusa an Land gebracht hatte, illegal war.
Der Fall betrifft Kapitänin Carola Rackete, die trotz eines Verbots des damaligen Verkehrsministers Matteo Salvini in den Hafen von Lampedusa einlief. Rackete wurde verhaftet, aber ihr Fall wurde später fallen gelassen.
Meloni erklärte, die Entscheidung "lässt alle sprachlos" und fragte, ob Richter "diejenigen belohnen sollten, die sich damit brüsten, das Gesetz nicht zu respektieren".
Sea Watch argumentierte, dass die Entscheidung den "politischen Ungehorsam" rechtfertigt.