Iran: Wissenschaftler wegen Spionage für Mossad hingerichtet

Der Iran hat einen Wissenschaftler, Rouzbeh Vadi, hingerichtet, der gestanden hatte, dem Mossad Informationen über die Nuklearanlagen Fordow und Natanz gegeben zu haben. Vadi, der einen Doktortitel in Nuklearphysik besaß, soll sich fünfmal mit Mossad-Agenten in Wien getroffen haben.
Laut der Nachrichtenagentur Mizan wurde Vadi wegen Spionage für Israel und der Weitergabe von Informationen über einen Nuklearwissenschaftler verurteilt, der im Juni bei einem israelischen Luftangriff getötet wurde. In einem veröffentlichten Video erklärte Vadi, dass er Informationen über den Ein- und Ausgang von Nuklearmaterial in der Uranumwandlungsanlage (UCF) und der Brennstoffproduktionsanlage (FMP) gegeben habe.
Die Hinrichtungen von Iranern wegen Spionage für Israel haben in diesem Jahr zugenommen, wobei in den letzten Monaten mindestens acht solcher Fälle registriert wurden. Im Juni führte Israel Luftangriffe gegen iranische Ziele durch, während der Iran mit Raketen und Drohnen reagierte.