Frankreich gibt sterbliche Überreste nach Madagaskar zurück

Frankreich hat drei menschliche Schädel aus der Kolonialzeit nach Madagaskar zurückgegeben, darunter einen, der vermutlich König Toera gehörte, der 1897 von französischen Truppen hingerichtet wurde.
Die Überreste wurden am 25. August Vertretern Madagaskars im französischen Kulturministerium übergeben. Toeras Schädel war im Nationalmuseum für Naturgeschichte in Paris ausgestellt worden.
Die französische Kulturministerin Rachida Dati erklärte, die Schädel seien unter Bedingungen erworben worden, die die Menschenwürde verletzten. Ihre Amtskollegin aus Madagaskar, Volamiranti Dona Mara, begrüßte die Rückgabe als eine bedeutende Geste und erklärte, ihre Abwesenheit sei eine „offene Wunde“ für das Land.
In den letzten Jahren hat Frankreich die Rückgabe von Kunstwerken, die während der Kolonialzeit erworben wurden, beschleunigt. Neue Gesetze sollen die Rückgabe von Objekten erleichtern, die zwischen 1815 und 1972 durch Enteignung aus Staaten entfernt wurden.
Emmanuel Macron hatte versprochen, um Vergebung für Frankreichs Kolonialjahre in Madagaskar zu bitten.