Auseinandersetzungen im Hauptquartier der Republikanischen Volkspartei in der Türkei

Im Hauptquartier der Republikanischen Volkspartei (CHP) in Istanbul, Türkei, kam es zu Spannungen und Zusammenstößen zwischen Polizei und Parteianhängern, darunter Parlamentsabgeordnete. Die Polizei setzte Pfefferspray ein.
Die Demonstranten protestierten gegen eine gerichtliche Anordnung, einen hochrangigen Parteifunktionär zu ersetzen. Ein Gericht hatte den Leiter der lokalen Parteiorganisation unter Berufung auf Unregelmäßigkeiten bei den Wahlen 2023 abgesetzt.
CHP-Chef Özgür Özel nannte die Entscheidung des Gerichts 'ungültig'. Inzwischen traf Gürsel Tekin, der designierte Nachfolger, im Hauptquartier ein, um sein Amt anzutreten.
Die CHP wirft ihren Mitgliedern, darunter dem Istanbuler Bürgermeister Ekrem İmamoğlu, politische Verfolgung vor.
Die Polizei sperrte das Gebiet um das CHP-Hauptquartier ab, woraufhin die Partei zu Demonstrationen aufrief. Der Zugang zu sozialen Medien wurde in der Türkei eingeschränkt.
Innenminister Ali Yerlikaya erklärte, die Nichtbeachtung der Gerichtsentscheidung stelle eine Behinderung der Justiz dar.