EU, Großbritannien und Kanada verurteilen mögliche Kriegsverbrechen im Sudan

Die Europäische Union, Großbritannien und Kanada haben eine gemeinsame Erklärung herausgegeben, in der sie mögliche Kriegsverbrechen und Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Sudan verurteilen. Die Erklärung wurde von 31 Mitgliedern unterzeichnet, darunter Außenminister aus 24 EU-Mitgliedstaaten.
Seit April 2023 tobt ein Konflikt zwischen den sudanesischen Streitkräften (SAF) und den Rapid Support Forces (RSF), wobei beiden Seiten schwere Verstöße vorgeworfen werden. Die gemeinsame Erklärung fordert eine sofortige Einstellung der Feindseligkeiten und eine rasche, unparteiische Untersuchung der Verstöße.
Der UN-Hochkommissar für Menschenrechte hatte bereits paramilitärische Kräfte beschuldigt, Kriegsverbrechen begangen zu haben. Die Erklärung verurteilt auch die Eskalation von Drohnenangriffen und Luftangriffen gegen Zivilisten.
Die Regionen Darfur und Kordofan stehen weiterhin im Zentrum der humanitären Krise, wobei der Krieg Tausende von Menschenleben gefordert und über 14 Millionen Menschen vertrieben hat.