EU startet Hilfsprogramm für Palästinenser nach Siedlergewalt

Die Europäische Union startet ein neues Programm zur Unterstützung von Palästinensern, die mit Gewalt israelischer Siedler im besetzten Westjordanland konfrontiert sind. Die Palästinensische Autonomiebehörde und das EU-Büro in Jerusalem gaben bekannt, dass das Programm Schutzmaßnahmen und Ausrüstung wie Zäune für palästinensische Dörfer bereitstellen wird, die von Siedlerangriffen bedroht sind.
Der palästinensische Premierminister Mohammad Mustafa erklärte, dass die EU in Abstimmung mit der palästinensischen Regierung ein Programm zur Unterstützung von Opfern des Siedlerterrors starten werde. Das Programm, das zusammen mit lokalen und internationalen Nichtregierungsorganisationen entwickelt wird, wird Angriffe auf Palästinenser dokumentieren und Gemeinden unterstützen, die solche Angriffe erleiden.
Eine Quelle des EU-Büros fügte hinzu, dass sich der Haushalt des Programms auf etwa sechs Millionen Euro beläuft. Die Gewalt extremistischer Siedler ist seit Jahrzehnten ein wiederkehrendes Problem, das sich in den letzten Jahren im Westjordanland verstärkt hat. Ländliche Gemeinden sind am anfälligsten, da häufig über Schläge, Zerstörung von Ackerland, Viehdiebstahl und Brandstiftung berichtet wird.
Nach dem Angriff der Hamas am 7. Oktober 2023 wurden nach Angaben der französischen Nachrichtenagentur mindestens 1.050 Palästinenser im Westjordanland von israelischen Soldaten oder Siedlern getötet.