EU erwägt scharfe Vergeltung gegen Trump wegen Grönland-Zöllen
Die EU erwägt laut Politico eine scharfe Reaktion auf Donald Trumps Verhängung von Zöllen im Zusammenhang mit Grönland. Der Druck auf die europäischen Staats- und Regierungschefs wächst, ihren bisherigen sanften Ansatz gegenüber Trump aufzugeben.
Donald Trumps Entscheidung, Zölle auf Länder zu erheben, die Grönland unterstützen, treibt die transatlantischen Beziehungen auf einen kritischen Punkt zu. Die EU erwägt Vergeltungsmaßnahmen gegen Washington und setzt dabei das Anti-Nötigungs-Instrument ein, die sogenannte „Bazooka“ der EU, ein Instrument für Handelsvergeltung, das ursprünglich für China entwickelt wurde.
Valérie Hayer, Leiterin der Renew Europe-Fraktion im Europäischen Parlament, erklärte, die Aktivierung des EU-Anti-Nötigungs-Instruments sollte ausdrücklich in Erwägung gezogen werden. Emmanuel Macron deutete mögliche Vergeltungsmaßnahmen an und sagte, die Europäer würden koordiniert reagieren.
Das Europäische Parlament ist bereit, die Ratifizierung des EU-US-Handelsabkommens zu blockieren. Manfred Weber erklärte, es sei derzeit nicht möglich, das Abkommen zu genehmigen. EU-Handelskommissar Maroš Šefčovič sagte, es wäre angesichts der aktuellen Spannungen „sehr kompliziert“, das EU-US-Handelsabkommen zu genehmigen.