EU fordert Deeskalation zwischen Afghanistan und Pakistan

Die Europäische Union hat zu einer sofortigen Deeskalation der Feindseligkeiten zwischen Afghanistan und Pakistan aufgerufen und vor schwerwiegenden Folgen für die Region gewarnt. In einer Pressemitteilung betonte die EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas, dass afghanisches Territorium nicht dazu missbraucht werden dürfe, andere Länder zu bedrohen.
Die EU forderte die Taliban-Regierung auf, Maßnahmen gegen terroristische Organisationen zu ergreifen, die in Afghanistan operieren. Sie fordert beide Seiten auf, in einen Dialog zu treten, das Völkerrecht zu respektieren und Zivilisten zu schützen.
Die Eskalation des Konflikts umfasst Angriffe afghanischer Kämpfer auf pakistanische Stellungen und Luftangriffe Pakistans in Kabul und Kandahar. Der pakistanische Verteidigungsminister sprach von einem 'offenen Krieg'.
Dialogbemühungen, einschließlich eines von Katar und der Türkei vermittelten Waffenstillstands, haben nicht zu einer dauerhaften Deeskalation geführt. Die EU äußert Besorgnis über eine weitere Destabilisierung in der Region.