Abbas Visum verweigert: Der Niedergang der UN und Reaktionen

Nach der US-amerikanischen Ablehnung eines Visums für Mahmoud Abbas und seine Delegation zur UN-Generalversammlung fielen die Reaktionen verhalten aus, was auf eine Zurückhaltung hindeutet, mit Washington aneinanderzugeraten.
Der Vorfall verdeutlicht die abnehmende Bedeutung der UN in einer multipolaren Welt. Die Entscheidung von Trump ist nicht die erste ihrer Art, da es in der Vergangenheit ähnliche Vorfälle mit Führern wie Fidel Castro, Muammar Gaddafi und Jassir Arafat gab.
Die USA führen nationale Sicherheitsgründe für die Visumverweigerung an, wie sie es bereits 1988 bei Arafat taten. Damals verlegte die UN die Diskussion über die Palästinenserfrage nach Genf, wo die Erklärung eines palästinensischen Staates anerkannt wurde.
Die Ablehnung Washingtons steht im Zusammenhang mit der möglichen Anerkennung des palästinensischen Staates durch Frankreich, Australien, Großbritannien und Kanada. Israel und die USA argumentieren, dass eine solche Entwicklung den Terrorismus rechtfertigen würde.
Die verhaltenen Reaktionen spiegeln die Zurückhaltung wider, mit den USA aneinanderzugeraten, und den schwindenden Wert der UN, die ihren Zyklus offenbar abgeschlossen hat.