Kolumbien: Verurteilung des Ex-Präsidenten wegen Korruption aufgehoben

Ein kolumbianisches Gericht hat die Verurteilung des ehemaligen Präsidenten Álvaro Uribe wegen Korruption und Bestechung aufgehoben. Der 73-jährige Führer der kolumbianischen Rechten war zu 12 Jahren Hausarrest verurteilt worden.
Die Anklage bezog sich auf Behauptungen, dass Uribe Zeugen in einem Fall im Zusammenhang mit seinen Verbindungen zu paramilitärischen Organisationen unter Druck gesetzt habe.
Es ist unklar, ob Berufung eingelegt wird, wodurch der Fall an den Obersten Gerichtshof verwiesen würde. Uribe war von 2002 bis 2010 Präsident Kolumbiens.
Uribe argumentierte, dass die Anklage eine politische Verfolgung darstelle. US-Außenminister Marco Rubio sagte, der ehemalige Präsident sei ein Opfer der Instrumentalisierung der Justiz.