Afghanistan: Harte Behandlung von Frauen vor Taliban-Gerichten

Eine Frau im Norden Afghanistans, Farzana, erlebte die harte Realität der Taliban-Gerichte, als sie versuchte, sich aufgrund häuslicher Gewalt scheiden zu lassen. Sie berichtete, dass der Richter ihren Antrag ablehnte und die Misshandlung, die sie erlitten hatte, herunterspielte.
Farzana sagte, sie habe jahrelang körperliche und verbale Misshandlungen durch ihren Ehemann erlitten. Als sie das Taliban-Gericht anrief, soll der Richter ihr gesagt haben: "Ein wenig Wut und ein paar Schläge werden dich nicht töten", und berief sich auf den Islam, um Gewalt gegen Frauen zu rechtfertigen.
Saharzad Akbar, Leiterin der Organisation Rawadari, bestätigte, dass solche Fälle in Afghanistan häufig vorkommen, wo Frauen gezwungen sind, häusliche Gewalt zu akzeptieren oder sich der Unnachgiebigkeit der Taliban-Gerichte zu stellen.
Aktivisten und UN-Experten verurteilen die Bedingungen, die afghanischen Frauen auferlegt werden, wie das Verbot von Bildung und die Entziehung von Arbeit, und bezeichnen sie als Rassenapartheid. Der neue Strafkodex der Taliban erlaubt Gewalt gegen Frauen und schafft Hindernisse für ihren Zugang zur Justiz.