25 Jahre seit Arkan's Ermordung: Die Herrschaft des Kriegsherrn

Es jährt sich zum 25. Mal der Mord an Željko Ražnatović, bekannt als Arkan, in Belgrad. Am 15. Januar 2000 wurden Arkan und seine Leibwächter in einer Hotellobby getötet.
Arkan war ein berüchtigter paramilitärischer Führer, Chef der 'Tiger' und wurde während der Konflikte im ehemaligen Jugoslawien Kriegsverbrechen beschuldigt. Der amerikanische Diplomat Richard Holbrooke hatte erklärt, dass sogar Slobodan Milošević Arkan fürchtete.
Arkans Aktivitäten begannen in jungen Jahren mit Diebstählen und er wurde bald vom jugoslawischen Staatssicherheitsdienst (UDBA) rekrutiert. Anschließend beteiligte er sich an Raubüberfällen, Morden und Menschenhandel und erlangte den Ruf, einer der meistgesuchten Verbrecher von Interpol zu sein.
In den frühen 90er Jahren gründete er die serbische Freiwilligengarde, die 'Tiger von Arkan', die Gräueltaten gegen Muslime und Katholiken in Bosnien begingen. Viele Serben betrachteten ihn als Helden, während er Kriegsverbrechen beschuldigt wurde.
Nach dem Krieg wurde Arkan Geschäftsmann und erwarb den Fußballverein Obilić Belgrad.