USA nehmen 'Schattenflotte' von Tankern ins Visier

Die Vereinigten Staaten verstärken ihre Bemühungen zur Bekämpfung der 'Schattenflotte' von Tankern und beschlagnahmen den Tanker Olina, das fünfte Schiff, das innerhalb von drei Wochen beschlagnahmt wurde. Die Olina, die unter US-Sanktionen steht, stellte im November die Datenübertragung ein und lud Ende Dezember Rohöl aus Venezuela.
Washington ist bestrebt, dieses Netzwerk von Schiffen zu zerschlagen, die Vorschriften umgehen, indem sie Namen ändern und Ortungssysteme deaktivieren. Etwa 50 Schiffe befinden sich aufgrund von Sanktionen und Chinas Nachfrage nach billigem Öl in der Schwebe.
In der Zwischenzeit bleiben Fragen zur Zukunft der venezolanischen Ölindustrie offen. Die Übergangsregierung erklärte sich bereit, Millionen von Barrel Rohöl an die USA zu übergeben, während die USA Verdünnungsmittel-Naphtha an Venezuela liefern werden. US-Unternehmen könnten zu Investitionen ermutigt werden, wenn politische Stabilität erreicht wird.
Kurzfristig wird erwartet, dass mehr Barrel aus Venezuela in die USA und nach Europa umgeleitet werden. Unabhängige chinesische Unternehmen könnten sich iranischem oder russischem Öl zuwenden. Das Risiko der Beschlagnahme von Schiffen unter US-Sanktionen hat zugenommen.
Die Situation in der Karibik birgt ein geopolitisches Risiko und eine erhöhte Volatilität der Frachtraten, wobei die Ölströme zunehmend von politischen Entscheidungen bestimmt werden.