Chinas Expansion in Europa: Auswirkungen und Reaktionen

Chinas wachsender Einfluss im globalen Handel, kombiniert mit dem Aufstieg des Online-Shoppings, schafft neue Herausforderungen für europäische Unternehmen. China hat schrittweise die Kontrolle über eine bedeutende Anzahl von Häfen und Logistikunternehmen erlangt, während der Handelskrieg zwischen den USA, China und der EU die Exporte umgelenkt hat.
Laut aktuellen Daten beginnen 63 % der Käufe online, während in Griechenland Online-Käufe durchschnittlich 10 % der Gesamtkäufe ausmachen. In Zypern ist dieser Prozentsatz mit 6-7 % niedriger. Gleichzeitig kaufen 37,9 % der Verbraucher nach dem Betrachten von Werbung in sozialen Medien.
Die Europäische Union erwägt die Einführung einer Gebühr von 2 € auf kleine Pakete von chinesischen Plattformen wie Temu, Shein und Alibaba im Wert von weniger als 150 €. Chinesische Unternehmen haben jedoch bereits Lager innerhalb der EU eingerichtet, um die Lieferzeiten zu verkürzen und Gebühren zu vermeiden.
Chinesische Unternehmen wie COSCO Shipping Ports und China Merchants Port Holdings haben die Kontrolle über europäische Häfen erlangt, was als strategische Machtprojektion angesehen wird. Bis August 2023 hatten chinesische Unternehmen eine Investitionspräsenz in 31 Containerterminals in Europa, darunter die Häfen von Piräus, Valencia und Hamburg.
Kleine europäische Unternehmen sehen sich einem zunehmenden Wettbewerb durch chinesische Unternehmen ausgesetzt. Um damit fertig zu werden, müssen sie sich auf die Schaffung einzigartiger Erlebnisse, das Anbieten personalisierter Dienstleistungen und die Hervorhebung von Nachhaltigkeit und ethischem Konsum konzentrieren.
Der Handelskrieg zwischen den USA und China hat die Interdependenz der beiden Volkswirtschaften, aber auch Chinas Fähigkeit, sich anderen Märkten zuzuwenden, gezeigt. Im Jahr 2024 betrug die Handelsbilanz zwischen den beiden Ländern 585 Milliarden US-Dollar, wobei die USA mehr importierten als exportierten.