Iran kündigt inmitten der Wirtschaftskrise eine Erhöhung des Mindestlohns um 60 % an

Die iranische Regierung hat laut iranischen Medienberichten eine Erhöhung des Mindestlohns um über 60 % angekündigt. Die Erhöhung erfolgt inmitten anhaltender wirtschaftlicher Herausforderungen und nach Antiregierungsprotesten, die durch die wirtschaftliche Lage des Landes ausgelöst wurden.
Der iranische Arbeitsminister erklärte, dass der monatliche Mindestlohn im nächsten persischen Jahr, das in wenigen Tagen beginnt, von 103 Millionen Rial auf 166 Millionen Rial steigen wird. Die Regierung kündigte außerdem eine ähnliche Erhöhung der Familienbeihilfen an.
Die iranische Währung wird laut der Website Bonbast mit etwa 1,47 Millionen Rial pro Dollar gehandelt. Die Proteste im vergangenen Dezember, die als Reaktion auf die hohen Lebenshaltungskosten und die Abwertung der Währung begannen, entwickelten sich zu einer breiteren Protestbewegung.
Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen gingen die Behörden hart gegen die Proteste vor.