EU-Indien-Handelsabkommen schafft Markt mit 2 Milliarden Bürgern

Die Europäische Union und Indien haben ein bedeutendes Handelsabkommen geschlossen, das einen Markt von rund 2 Milliarden Bürgern schafft, was 25 % des globalen BIP entspricht. Das Abkommen zielt darauf ab, Zölle zu senken und Exporte zwischen den beiden Regionen zu steigern.
Laut der Europäischen Kommission wird erwartet, dass das Abkommen die Warenexporte der EU nach Indien bis 2032 verdoppeln wird. Durch Zollsenkungen werden jährlich rund 4 Milliarden Euro an Zöllen für europäische Produkte eingespart.
Zollsenkungen:
- Wein: Die Zölle werden von 150 % auf 20 % gesenkt.
- Olivenöl: Die Zölle werden über fünf Jahre von 45 % auf 0 % gesenkt.
- Verarbeitete Agrarprodukte: Zollsenkungen von bis zu 50 %.
Darüber hinaus umfasst das Abkommen Dienstleistungen, die EU-Unternehmen einen bevorzugten Zugang zum indischen Dienstleistungsmarkt sowie den Schutz geistigen Eigentums ermöglichen.
Die Europäische Kommission wird in Kürze die Entwürfe der Texte veröffentlichen, die einer rechtlichen Prüfung und Übersetzung unterzogen werden. Nach Genehmigung durch den EU-Rat und das Europäische Parlament tritt das Abkommen in Kraft.