Trumps Zoll-Drohungen: Handelschancen für Großbritannien?

London beobachtet die Eskalation der Handelsspannungen zwischen den USA und der EU genau und erwägt gleichzeitig eine Reindustrialisierungsstrategie nach dem Brexit.
Die Starmer-Regierung zielt darauf ab, die Handelsbeziehungen mit den USA und der EU neu zu starten, indem sie bestehende Abkommen und die mögliche Einführung von 30% Zöllen durch Donald Trump auf europäische Produkte nutzt.
Das Vereinigte Königreich hat bereits ein Handelsabkommen mit den USA, das die Zölle auf Autos auf 10% senkt und günstige Stahlimporte gewährleistet. Gleichzeitig wird eine Annäherung an die EU angestrebt.
Markus Altmann von der Britischen Handelskammer in Deutschland glaubt, dass London zu einem Industriezentrum werden könnte, wenn eine erhebliche Zollkluft zwischen der EU und dem Vereinigten Königreich entsteht.
Trotz der Chancen bleiben die Auswirkungen des Brexit bestehen: Das BIP ist um 5% geringer und die Handelsströme sind um 15% niedriger als im Vor-Brexit-Szenario, so das Office for Budget Responsibility des Vereinigten Königreichs.
Die Aussicht auf eine britische Reindustrialisierung hängt von der Stabilität der Handelsplanung und der Fähigkeit zur Integration neuer industrieller Investitionen ab.