Trumps Zölle: Lateinamerika droht ein neues 'verlorenes Jahrzehnt'?

Lateinamerika ist aufgrund der von der Regierung Donald Trump erhobenen Zölle mit dem Risiko eines neuen 'verlorenen Jahrzehnts' konfrontiert. Diese Zölle, die höchsten seit den 1930er Jahren, belasten die ohnehin schon fragile Wirtschaft der Region, so Cepal.
Cepal prognostiziert, dass die Region im Jahr 2025 nur um 2,2 % wachsen wird, was unter dem globalen Durchschnitt (2,9 %) liegt. Die Zölle Washingtons wirken sich ungleichmäßig auf die lateinamerikanischen Länder aus:
- Argentinien: Zölle von nur 10 %, wobei Javier Milei seine politische Nähe zu Trump ausnutzt.
- Brasilien: Zölle von bis zu 50 % auf viele Exporte.
- Mexiko: 25 % auf Autos und 50 % auf Stahl, Aluminium und Kupfer.
- Chile: Zölle von 10-20 %, aber Kupfer ist geschützt.
- Kolumbien: Kaffee ist mit 50 % betroffen, während Öl ausgenommen ist.
- Peru: Bleibt im niedrigen Bereich (10 %).
Es wird erwartet, dass das Wachstum Brasiliens auf 2,3 % sinkt, Mexiko stagniert bei 0,3 %, während sich Chile und Peru um 2,4 %-3,1 % bewegen. Cepal fordert die Länder auf, interne und externe Ressourcen zu mobilisieren, um ein drittes verlorenes Jahrzehnt zu vermeiden.