KI und Inflation: Warnungen vor Marktüberhitzung

Analysten warnen vor dem Risiko von Inflationsdruck im Jahr 2026 aufgrund des Investitionsrauschs in künstliche Intelligenz (KI). Reuters berichtet, dass der Anstieg der Investitionen in Rechenzentren in Kombination mit staatlichen Konjunkturpaketen zu einer Marktüberhitzung führen könnte.
US-Indizes verzeichneten im Jahr 2025 deutliche Gewinne, wobei Technologiegiganten einen wesentlichen Beitrag leisteten. Unterdessen beflügelten die nachlassende Inflation und die Erwartungen von Zinssenkungen die Anleihemärkte.
Fondsmanager sind jedoch besorgt über eine mögliche Beschleunigung der Inflation und ein abruptes Ende des Zinssenkungszyklus. Trevor Greetham von Royal London Asset Management warnt vor dem Risiko einer strafferen Geldpolitik.
Der Wettlauf der Hyperscaler um den Bau von Rechenzentren erzeugt einen Inflationsschock und erhöht die Kosten für Energie und Mikrochips. Andrew Sheets von Morgan Stanley schätzt, dass die Inflation in den USA bis Ende 2027 über 2 % bleiben wird.
Julius Benthin von Mercer äußert Bedenken hinsichtlich des Risikos eines Wiederaufflammens der Inflation, während Analysten der Deutschen Bank Investitionen in Rechenzentren in Höhe von 4 Billionen US-Dollar bis 2030 prognostizieren, mit potenziellen Engpässen bei Mikrochips und Energie.
George Chen schätzt, dass steigende Speicherkosten die Renditen der KI-Investoren schmälern werden.