Übertourismus: Schadet Griechenland und seinen Inseln

Der Übertourismus bedroht den Ruf Griechenlands als Reiseziel, wobei kleine Inseln wie Symi und Hydra unter starkem Druck stehen. Touristen äußern ihre Unzufriedenheit darüber, dass sie ihren Urlaub nicht genießen können, während die Einwohner Schwierigkeiten haben, mit den gestiegenen Anforderungen Schritt zu halten.
Das Magazin Fortune berichtete, dass die griechischen Inseln aufgrund der Tourismuskrise "außer Kontrolle" geraten seien, mit Berichten über hohe Unterkunftskosten und Überfüllung. In Hydra beschweren sich Touristen über den Mangel an verfügbaren Sonnenliegen und Restauranttischen.
In Symi, mit 2.500 ständigen Einwohnern, werden jährlich 500.000 Touristen beherbergt. Bürgermeister Lefteris Papakalodoukas schlägt vor, eine Steuer von 3 € für Tagesausflügler zu erheben, um die Reinigungs- und Sanitärdienste zu verbessern.
Die Regierung hat eine Kreuzfahrtsteuer in griechischen Häfen eingeführt, deren Einnahmen voraussichtlich 50 Millionen Euro pro Jahr übersteigen werden, um Verbesserungen an Häfen und Tourismusprojekten zu finanzieren.
Hohe Sommertemperaturen führten zur Schließung archäologischer Stätten wie der Akropolis, während die Zunahme kurzfristiger Vermietungen in Athen die Stadt für die Einwohner weniger lebenswert gemacht hat.
Tourismusministerin Olga Kefalogianni erklärte, dass es einen Umsatzanstieg von 12% gibt und Griechenland eines der 10 beliebtesten Reiseziele der Welt ist. Die Diversifizierung des Tourismus und die Entwicklung weniger bekannter Reiseziele und Aktivitäten außerhalb der Sommersaison werden gefördert.
Ilias Lekkos, Chefökonom der Piraeus Bank, weist darauf hin, dass die griechische Tourismusindustrie erhebliche Investitionen in die Infrastruktur benötigt, wie z. B. Häfen, Flughäfen und Wassermanagementnetze.