Übertourismus: Risiken für Griechenland und seine Infrastruktur

Griechenland steht laut einem Bericht des Independent aufgrund des Übertourismus vor wachsenden Herausforderungen. Der Bericht hebt den Druck auf die Infrastruktur, die Umweltzerstörung und die Risse in der Attraktivität beliebter Reiseziele wie Santorin hervor.
Santorin, eine der bekanntesten Inseln, verzeichnete von Januar bis Mai einen Besucherrückgang von 24,4 %. Währenddessen zeigen andere Inseln wie Ägina, Poros, Lefkada, Fournoi und Kastelorizo ein gesteigertes Interesse.
Dimitris Vagianos, Professor für Wirtschaftswissenschaften, warnt davor, dass viele kleinere Inseln die Fehler von Mykonos und Santorin wiederholen, mit übermäßigem Bauen und unzureichendem Schutz ihres Charakters. Er weist auch auf den Wassermangel als ein wichtiges Problem hin.
Die griechische Nationale Tourismusorganisation (GNTO) begrüßt die Diversifizierung der Reiseziele und fördert den Tourismus das ganze Jahr über. Der Tourismusminister hat Pläne zur Förderung eines „klimaresistenten Tourismus“ angekündigt.
Es gibt jedoch Befürchtungen, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen und dass Griechenland Gefahr läuft, seine Authentizität zu verlieren, wenn es keine koordinierten Reformen gibt.