Ermittlungen zum tödlichen Brand in Crans-Montana laufen

Nach einem tödlichen Brand in einer Bar im Schweizer Ferienort Crans-Montana in der Silvesternacht laufen die Ermittlungen und die Identifizierung der Opfer.
Die Informationen über die Zahl der Opfer sind weiterhin unklar, wobei die neuesten Berichte von 47 Toten und 115 Verletzten sprechen.
Die Generalstaatsanwältin des Kantons Wallis erklärte, dass die Identifizierung so schnell wie möglich durchgeführt werde, damit die Leichen der Opfer ihren Familien übergeben werden können.
Frankreich zählt mindestens 9 Verletzte und 8 Vermisste. Von italienischer Seite gab der Außenminister Antonio Tajani bekannt, dass 15 Italiener verletzt wurden und die gleiche Anzahl vermisst wird.
Die Verletzten wurden in verschiedene Krankenhäuser in Lausanne, Genf, Zürich sowie in Krankenhäuser in Frankreich und Italien transportiert.
Das Feuer brach in den frühen Morgenstunden aus, als sich mehr als 200 Menschen - hauptsächlich junge Leute - in der Bar aufhielten und das neue Jahr feierten.
Die Ursachen des Feuers werden untersucht, wobei die Behörden die Möglichkeit eines Angriffs ausgeschlossen haben. Nach Angaben der Beamten ist ein sich ausbreitendes Feuer, das durch eine Explosion verursacht wurde, das wahrscheinlichste Szenario. Gleichzeitig behaupten Augenzeugen, dass das Feuer durch Champagnerflaschen mit Kerzen verursacht wurde.
Übereinstimmenden Berichten zufolge sind die Besitzer der Bar ein französisches Paar aus Korsika.
Letzte Nacht versammelten sich Hunderte von Menschen am Schauplatz der Tragödie und trotzten der arktischen Kälte, um den Opfern die Ehre zu erweisen.
Die Flaggen am Schweizer Bundeshaus werden 5 Tage lang auf Halbmast wehen.