Santorini: Ein Jahr nach den Erdbeben – Was ist passiert?

Ein Jahr ist seit der intensiven seismischen Aktivität in Santorini vergangen, die durch magmatische Prozesse im Ägäischen Meeresboden ausgelöst wurde.
Im Winter 2025 versetzten Tausende von Erdbeben die Insel in Alarmbereitschaft. Wissenschaftliche Studien, die in Nature und Science veröffentlicht wurden, bestätigten, dass Magma die Hauptursache war.
Bereits im Juni 2024 waren leichte Hebungen verzeichnet worden, während Ende Januar 2025 die seismische Aktivität sprunghaft anstieg und sich in Richtung des Unterwasservulkans Kolumbo verlagerte.
Professorin Paraskevi Nomikou berichtete, dass die Persistenz und die räumliche Verschiebung der Aktivität auf etwas Tieferes hindeuteten. Unterwasserseismographen zeichneten ein Absinken des Gebiets um 30 Zentimeter auf.
Das Magma bewegte sich aus Tiefen von 12 bis 18 Kilometern und bildete einen 13 Kilometer langen Kanal. Diese Bewegung aktivierte Verwerfungen und erzeugte eine Wechselwirkung.
Es wurde bestätigt, dass die Vulkane von Santorini und Kolumbo von einer gemeinsamen Magmakammer gespeist werden.
Während der Krise stieg die Temperatur in den hydrothermalen Quellen von Kolumbo an. Trotz der Intensität kam es zu keinem Vulkanausbruch.
Laut Frau Nomikou ist eine kontinuierliche Überwachung unerlässlich, um Magmabewegungen frühzeitig zu erkennen.