Merz: Keine Hinweise auf erhöhtes Anschlagsrisiko in Deutschland

Bundeskanzler Friedrich Merz hat versichert, dass es keine Hinweise auf ein erhöhtes Anschlagsrisiko in Deutschland aufgrund des Krieges im Iran gibt. Er betonte jedoch, dass zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen ergriffen werden, insbesondere zum Schutz jüdischer, israelischer und amerikanischer Einrichtungen.
„Derzeit gibt es keine Hinweise darauf, dass wir hier in Deutschland von einer erhöhten Bedrohung ausgehen müssen“, sagte Herr Merz vom Bundeskriminalamt (BKA) in Wiesbaden anlässlich des 75-jährigen Bestehens der Behörde. Er fügte hinzu, dass die Sicherheitsmaßnahmen verstärkt, die Schutzprotokolle überprüft und die Präsenz von Sicherheitskräften erhöht werde, insbesondere für israelische, jüdische und amerikanische Einrichtungen. „Ihr Schutz ist für uns von größter Bedeutung“, betonte er.
In Bezug auf die Stärkung des BKA erklärte Herr Merz, dass diese Anstrengung auch eine Korrektur der Politik der irregulären Einwanderung sei. Heute beschäftigt das BKA 8.000 Mitarbeiter und sein Budget beläuft sich auf fast 1,3 Milliarden Euro.
Die Behörde konzentriert sich auf die Nutzung von künstlicher Intelligenz und Biometrie, und es ist geplant, die Zuständigkeiten des BKA im digitalen Bereich zu erweitern. Es werde eine „aktive Verteidigung“ gegen Cyberangriffe aufgebaut, sagte Herr Merz. Bundesinnenminister Alexander Dobrindt betonte, dass Deutschland täglich Ziel hybrider Kriegsführung sei.