Louvre: Einbruch mit unschätzbarem Wert – Ermittlungen und Reaktionen

Die französische Kulturministerin Rachida Dati gab Details zu dem Einbruch im Louvre bekannt. Demnach agierten die Täter schnell und organisiert und kannten ihre Ziele. Die Museumsleitung gab bekannt, dass das Museum geschlossen bleibt.
Dati sagte, die Einbrecher hätten sich etwa 4 Minuten im Raum aufgehalten und seien direkt zu den Vitrinen gegangen. Einer der Täter versuchte, die Hebebühne in Brand zu setzen. Die Ministerin reagierte auf die Kritik an den Sicherheitslücken und sagte, selbst Panzerglas hätte einer Trennscheibe nicht standgehalten.
Der Alarm wurde ausgelöst, ertönte aber nicht im Raum, sondern nur in der Sicherheitszentrale. Die Sicherheit der Besucher hatte für die Wachen Priorität. Dati verteidigte das Vorgehen der Regierung und sagte, es seien Maßnahmen ergriffen worden, deren Umsetzung aber Zeit brauche.
Der französische Justizminister Gérald Darmanin räumte ein, dass der Einbruch nicht verhindert werden konnte. Rachida Dati schloss die Beteiligung eines ausländischen Staates nicht aus. Der ehemalige französische Präsident François Hollande rief zur Einheit auf.
Der Vorfall ereignete sich am Sonntag, als vier Räuber unbezahlbaren Schmuck aus der Apollo-Galerie entwendeten. Zu den gestohlenen Gegenständen gehören die Saphirkette der Königin Maria Amalia und die Brosche der Kaiserin Eugénie. Die Krone der Kaiserin Eugénie wurde geborgen, obwohl sie beschädigt wurde.
Der französische Innenminister Laurent Nuñez sagte, er habe die Hoffnung, dass die Täter identifiziert werden können. Die Pariser Staatsanwältin Laure Beccuau erwähnte, dass die Beteiligung einer ausländischen Macht nicht ausgeschlossen wird. Mitarbeiter des Louvre warfen der Verwaltung mangelnde Prävention vor.
Experten schätzen den materiellen Wert des Schmucks auf Millionen von Euro, betonen aber, dass er nicht handelbar ist.