K. Kadis: Meere als Hebel für die strategische Autonomie der EU

Der Europäische Kommissar Kostas Kadis betonte auf dem Cyprus Forum Brussels die strategische Rolle der Meere bei der Stärkung der strategischen Autonomie und der Ernährungssicherheit Europas.
In seiner Rede betonte Herr Kadis, dass die EU eine Seefahrtsunion mit 70.000 km Küstenlinie und der größten ausschließlichen Wirtschaftszone weltweit sei.
Die Meere beherbergen wichtige Transport- und Energieinfrastrukturen, unterstützen Küstengemeinden und spielen eine wichtige Rolle für die Sicherheit der EU.
Der Kommissar für Fischerei und Ozeane stellte klar, dass strategische Autonomie Handlungsfähigkeit und Widerstandsfähigkeit bedeutet.
Die blaue Wirtschaft Europas unterstützt 5 Millionen Arbeitsplätze und erwirtschaftet jährlich über 250 Milliarden Euro an Bruttowertschöpfung, darunter Sektoren wie Seeverkehr, Fischerei und erneuerbare Energien.
Herr Kadis betonte die Rolle des Europäischen Ozeanpakts, der sicherstellt, dass sich die Ziele in Handel, Verkehr, Energie, Sicherheit und Umwelt gegenseitig verstärken.
Die Stärkung der nachhaltigen heimischen Erzeugung von Meeresfrüchten ist eine strategische Notwendigkeit für die Widerstandsfähigkeit Europas, da etwa 70 % der in der EU verzehrten Meeresfrüchte importiert werden.
Der Kommissar erwähnte, dass Strategien für Insel- und Küstengemeinden voraussichtlich während der zyprischen Präsidentschaft verabschiedet werden.