Lebenslange Haft für französischen 'Dr. Tod' wegen Patientenvergiftung

Der französische Anästhesist Frédéric Péchier, 53 Jahre alt, genannt 'Dr. Tod', wurde zu lebenslanger Haft verurteilt, weil er vorsätzlich 30 Patienten vergiftet hat, von denen 12 starben. Das Gericht befand ihn für schuldig und wies seine Unschuldsbeteuerungen zurück.
Staatsanwältin Christine de Curraize argumentierte, Péchier habe ein 'perverses Machtbedürfnis' gehabt und Patienten vergiftet, um seine eigenen Unzulänglichkeitsgefühle zu bewältigen und seine Kollegen zu entlarven. Thérèse Brunisso nannte Péchier 'keinen Arzt, sondern einen Verbrecher'.
Der Fall betrifft Vorfälle in zwei Privatkliniken in Besançon zwischen 2008 und 2017. Während des Prozesses wurden mehr als 70 Fälle von 'schwerwiegenden unerwünschten Ereignissen' untersucht.
Von besonderer Bedeutung war die Aussage von Teddy, der im Alter von vier Jahren während einer Mandeloperation im Jahr 2016 zwei Herzstillstände erlitt. Sein Vater sagte aus, dass sein Kind als Mittel zur 'Begleichung von Rechnungen' zwischen Ärzten benutzt wurde.