Finnland hebt Verbot von Atomwaffen auf seinem Territorium auf

Finnland plant, das langjährige Verbot der Stationierung von Atomwaffen auf seinem Territorium aufzuheben, wie die Regierung bekannt gab. Dieser Schritt steht im Einklang mit der Politik der skandinavischen Nachbarn und könnte die Stationierung von Atomwaffen auf finnischem Boden im Kriegsfall ermöglichen.
Das Atomenergiegesetz von 1987 verbot die Einfuhr, Herstellung, den Besitz und die Zündung von nuklearen Sprengstoffen in Finnland. Der finnische Verteidigungsminister Antti Häkkänen erklärte, dass die Änderung notwendig sei, um die militärische Verteidigung des Landes im Rahmen der NATO zu stärken.
Die vorgeschlagene Änderung wird im Parlament zur Abstimmung gestellt, wo die Koalitionsregierung die Mehrheit hat. Schweden, Dänemark und Norwegen verfolgen eine ähnliche Politik, die die Stationierung von Atomwaffen in Friedenszeiten verbietet, nicht aber in Kriegszeiten.
Finnland, das eine 1.340 Kilometer lange Grenze mit Russland teilt, trat 2023 der NATO bei. Es hat auch ein Verteidigungsabkommen mit den Vereinigten Staaten unterzeichnet, das die Nutzung von 15 seiner militärischen Einrichtungen erlaubt.