EU genehmigt Verbot russischer Gasimporte bis 2028

Der EU-Energierat hat mit überwältigender Mehrheit Vorschriften für die schrittweise Abschaffung russischer Erdgasimporte verabschiedet. Die Entscheidung wurde im Rahmen des REPowerEU-Plans in Luxemburg getroffen.
Die Verordnung sieht ein rechtsverbindliches, schrittweises Verbot sowohl für Pipeline- als auch für Flüssigerdgas (LNG) vor. Ziel ist die vollständige Einstellung der Importe bis zum 1. Januar 2028.
Die Einfuhr von russischem Erdgas wird ab dem 1. Januar 2026 verboten, wobei eine Übergangsfrist für bestehende Verträge gilt. Kurzfristige Verträge, die vor dem 17. Juni 2025 geschlossen wurden, können bis zum 17. Juni 2026 verlängert werden, während langfristige Verträge bis zum 1. Januar 2028 gültig sind.
Nach dem Einmarsch in die Ukraine einigten sich die EU-Staats- und Regierungschefs in der Erklärung von Versailles (März 2022), die Abhängigkeit von russischen fossilen Brennstoffen so schnell wie möglich zu beenden.
Die Europäische Kommission hat im Mai 2025 den REPowerEU-Fahrplan verabschiedet, um die Energieunabhängigkeit der EU zu stärken.