Proteste in der Schweiz nach Tod eines 17-Jährigen

In der Schweiz sind Proteste ausgebrochen, nachdem ein 17-Jähriger bei einem Rollerunfall ums Leben kam, als er versuchte, vor der Polizei zu fliehen.
Berichten zufolge kam es in Lausanne zu Zusammenstößen zwischen Polizeikräften und Demonstranten, die Molotowcocktails warfen. Die Behörden versuchen, eine Eskalation der Gewalt zu verhindern.
Der Vorfall ereignet sich inmitten einer verstärkten Kontrolle der Polizei, nachdem vier Beamte wegen rassistischer und sexistischer Nachrichten suspendiert wurden.
Der 17-Jährige namens Marvin M. starb, als er mit einem gestohlenen Roller gegen eine Garagenwand prallte, als er versuchte, vor der Polizei zu fliehen. Es wurde eine strafrechtliche Untersuchung der Umstände des Unfalls eingeleitet.
Laut Polizei versammelten sich etwa 100 Jugendliche und verursachten Schäden, während 150 bis 200 Personen Barrikaden errichteten und Mülltonnen anzündeten. Die Polizei reagierte mit Tränengas und Gummigeschossen.
Der Lausanner Stadtrat für Sicherheit, Pierre-Antoine Hildbrand, erklärte, dass die Proteste den Tod des jungen Mannes als Vorwand nutzen, um Strafverfolgungsbehörden anzugreifen.
Die Lausanner Behörden versuchen, weitere Gewaltausbrüche zu verhindern.