Melonis Geschenkversteigerung wegen Ermittlungen abgesagt

Eine Versteigerung von Geschenken, die die italienische Premierministerin Giorgia Meloni von ausländischen Staats- und Regierungschefs erhalten hat, wurde abgesagt, nachdem das Auktionshaus Bertolami Fine Art in eine strafrechtliche Untersuchung wegen illegalen Handels mit archäologischen Artefakten verwickelt wurde.
Die Staatsanwaltschaft wirft Bertolami vor, zur Legitimierung gestohlener archäologischer Gegenstände benutzt worden zu sein. Das Auktionshaus weist die Vorwürfe zurück.
Das Büro von Meloni erklärte, es habe zum Zeitpunkt der Auswahl nichts von den Ermittlungen gewusst und die Zusammenarbeit beendet, sobald die Details bekannt wurden. Die Versteigerung sollte schätzungsweise 800.000 Euro einbringen, die an Wohltätigkeitsorganisationen gespendet werden sollten.
Zu den Geschenken, die Meloni erhielt, gehörten eine Actionfigur des argentinischen Präsidenten Javier Milei und eine Diamantkette des usbekischen Präsidenten Schawkat Mirsijojew.
Nach italienischem Recht darf die Premierministerin keine Geschenke im Wert von mehr als 300 Euro behalten.