Mindestens 31 Tote bei Schiffsunglück in Gambia

Mindestens 31 Migranten sind bei einem Schiffsunglück vor der Küste Gambias am 1. Januar ums Leben gekommen. Das Boot mit Ziel Europa beförderte über 200 Menschen.
Die gambische Regierung gab bekannt, dass viele weitere vermisst werden und vermutlich tot sind, und korrigierte die ursprüngliche Zahl der Todesopfer nach oben. 102 Menschen wurden gerettet, 23 davon wurden ins Krankenhaus eingeliefert.
Das Boot legte am 31. Dezember ab, wobei viele der Passagiere versuchten, über die gefährliche Seeroute des Atlantiks die spanischen Kanarischen Inseln zu erreichen.
Der gambische Präsident Adama Barrow drückte sein Bedauern über die Tragödie aus. Laut Regierungsbericht wurden 15 Leichen in Gambia und 16 im Senegal gefunden.
Die gambische Einwanderungsbehörde (GID) hat eine Untersuchung der Ursachen des Schiffsunglücks eingeleitet. Die Marine startete am 1. Januar eine Such- und Rettungsaktion und fand das Wrack auf einem Sandstrand.
Die GID gab außerdem die Festnahme von 107 mutmaßlichen illegalen Migranten bekannt, hauptsächlich aus Gambia, Senegal und Guinea.
Tausende Menschen aus Westafrika versuchen, illegal über die Seeroute des Atlantiks nach Europa zu migrieren, was zu vielen Todesfällen führt.