Mexiko: Tod von „El Mencho“ – Risiko eines Kartellkriegs

Der Anführer des Jalisco New Generation Cartel (CJNG), bekannt als „El Mencho“, soll bei einer Militäroperation mit Hilfe des US-Geheimdienstes getötet worden sein. Mexikanische Behörden befürchten, dass sein Tod einen Krieg zwischen den Jalisco- und Sinaloa-Kartellen um die Kontrolle über Drogenhandels- und illegale Migrantenrouten auslösen wird.
Nach dem Tod von „El Mencho“ entsandte die mexikanische Regierung 10.000 Soldaten in den Bundesstaat Jalisco, um die gewalttätigen Vorfälle zu unterdrücken. Das Jalisco-Kartell gilt als eine der gefährlichsten kriminellen Organisationen der Welt.
Der Tod von Nemesio Oseguera Cervantes, seinem richtigen Namen, könnte zu einem neuen Führungskampf innerhalb des Jalisco-Kartells führen, da es keinen klaren Nachfolger gibt. Eine mögliche Nachfolge könnte zu einem Drogen-Terrorismus führen, ähnlich dem, den Kolumbien in den 1980er Jahren erlitten hat.
Einige Analysten glauben jedoch, dass der Tod von „El Mencho“ für die mexikanische Regierung eine Chance sein könnte, die Kartelle zu destabilisieren und gezielte Operationen durchzuführen.
Tausende amerikanische Touristen sind in Mexiko gestrandet, während US-Regierungsangestellte angewiesen wurden, in Schutzräumen zu bleiben.