Übertourismus: Wer zahlt den Preis?

Der Übertourismus hat kritische Ausmaße erreicht: Laut UN-Angaben erreichten die internationalen Touristenankünfte im Jahr 2025 1,52 Milliarden. Städte in ganz Europa haben Mühe, die Auswirkungen des Massentourismus zu bewältigen, wobei sich die Einheimischen ausgegrenzt fühlen und lokale Unternehmen verändert werden.
Das Phänomen des Übertourismus hat sich seit der Covid-19-Pandemie verschärft, wobei das "Rache-Reisen" zu einem Anstieg der Flugreisen und Kreuzfahrten geführt hat. Europa, das als sicheres Reiseziel gilt, ist besonders betroffen.
Viele Städte haben Schwierigkeiten, ihre Authentizität zu bewahren, da Airbnbs Apartmentgebäude in Hotels verwandeln und soziale Medien zu oberflächlichen Interaktionen führen. Die Proteste gegen Touristen haben zugenommen, da die Einwohner das Gefühl haben, nicht vom Tourismus zu profitieren.
Es wurden verschiedene Lösungen vorgeschlagen, wie z. B. die Erhöhung der Preise für Touristen, die Einschränkung des Zugangs und das Anbieten von Rabatten für Einwohner. Jede Lösung hat jedoch ihre eigenen Vor- und Nachteile. Die Verstaatlichung von Hotelbuchungen und die Regulierung von Airbnbs könnten ebenfalls dazu beitragen, die wirtschaftlichen Vorteile neu zu verteilen.
Die Bekämpfung des Übertourismus erfordert einen vielschichtigen Ansatz, der die Bedürfnisse von Einwohnern, Touristen und lokalen Unternehmen berücksichtigt. Nachhaltigkeit und Gleichheit müssen im Mittelpunkt jeder Lösung stehen.